TEZ-Lesung: Allahs Töchter/Allah’in Kizlari mit Nedim Gürsel (20.04.2012)

http://www.suhrkamp.de/veranstaltungen/lesung/nedim_guersel_13243.html

Zeit: 20.04.2012, 18 Uhr
Ort: HS 221, Asien-Afrika-Institut
(Edmund-Siemers-Allee 1, Ost)

Nedim Gürsel, Jahrgang 1951, erzählt von der eigenen Kindheit, die er bei den Großeltern in Manisa in der Türkei verlebte. Der Großvater führt Nedim in die Welt des Islam ein. Er tut es sanft und menschlich. Trotzdem beschäftigen und plagen den Jungen die Rätsel, Wunder und Legenden der Religion von denen Gürsel ebenfalls erzählt: von der „Kindheit“ des Islam, in der „Allahs Töchter“ dem Kampf Mohammeds für den einen Gott zu weichen haben. In einer Mischung aus Bedauern, Eifersucht, Neid und Faszination läßt er Lat, Manat und Uzza so heißen die drei weiblichen Götzen aus der Kaaba in Mekka berichten. Der Großvater diente im Ersten Weltkrieg „nebenan“, in Medina, als Soldat. Aus seinen Erinnerungen erfahren wir mehr über den Untergang des Osmanischen Reichs, über Geburtswehen und „Kindheit“ der modernen Türkei.

Rezensionsnotiz aus der Zeit vom 12.04.2012:
„Nach Hans Christoph Buchs Bericht erinnert dieser Roman von fern an Rushdies „Satanische Verse“ (die der Rezensent aber nicht erwähnt), denn auch hier geht es – verwoben mit biografischen Erzählsträngen – offenbar um den Übergang von den heidnischen vorislamischen Religionen, in denen üppige Göttinnen eine größere Rolle spielten als zornige alte Männer – zum Islam mit seinen strengen Lehren. Obwohl Gürsel, anders als Rushdie, seinen Roman keineswegs in blasphemischer Absicht schrieb, berichtet Buch, dass er in der Türkei Ärger wegen „Verächtlichungmachung des Islams“ bekam. Schon die Schilderung Mohammeds als historische Figur gilt demnach manchen als Blasphemie. Buch spricht eine herzliche Lesempfehlung aus, lobt die Übersetzung und hofft, dass ein weiterer Roman Gürsels über den Großschriftsteller Nazim Hikmet, der zum Teil in der DDR spielt, ebenfalls bald übersetzt wird.“

http://www.facebook.com/events/301140143291801/

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