Das Khītāynāmeh und die chinesisch-osmanischen Beziehungen

khataynamehVortrag von Prof. Dr. Ralph Kauz (Bonn)
Zeit: 17.01.2013, 18 Uhr c.t.,
Ort: Rm 221 (Asien-Afrika-Institut, ESA 1 – Ost)

‚Alī Akbar Khītā’ī verfaßte dieses „China-Handbuch“ im Osmanischen Reich unter Selīm I. (r. 1512-20). Er widmete seine Schrift dann jedoch dessen Nachfolger, Sulaymān Qānūnī (der Prächtige). Die Behauptung ‚Alī Akbars, selbst in China gewesen zu sein, ist zwar in Zweifel gezogen worden, aber dies spielt in unserem Kontext nur eine untergeordnete Rolle, denn das „Khītāynāmeh“ reflektiert jedenfalls das Wissen damaliger islamischer Kaufleute über China. Vier Jahre nachdem das Werk ‚Alī Akbars erschienen war, traf eine Gesandtschaft aus Lumi 魯密 am chinesischen Hof ein. Vor diesem Hintergrund sollen die folgenden Fragen diskutiert werden:

·       Was waren der Inhalt und Zweck des „Khītāynāmeh“?

·       Warum schrieb ‚Alī Akbar sein Werk in der Hauptstadt des Osmanischen Reichs?

·       Beeinflusste es die osmanische Geographie und hatte es Auswirkungen auf die osmanisch-chinesischen Kontakte?

Referent

Ralph Kauz absolvierte sein Promotionsstudium im Rahmen des „Graduiertenkollegs für Gegenwartsbezogene Orientforschung“ in den Fächern Iranistik, Politikwissenschaft und Sinologie. Er lehrte zunächst an der Ludwig-Maximilians-Universität München, wo er nach seiner Habilitation in Sinologie zum außerplanmäßigen Professor bestellt wurde. Nach Vertretungsprofessuren im Bereich Islamwissenschaft und Sinologie erhielt er 2010 den Ruf für Sinologie an der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn.

Publikationen (Auswahl)

Politische Parteien und Bevölkerung in Iran. Berlin 1995; Politik und Handel zwischen Ming und Timuriden. Wiesbaden 2005; (Hrsg., mit Rodrich Ptak), Hormuz in Yuan and Ming Sources/Yuan Ming wen xian zhong de Hu lu mo si, Yin chuan 2007; (Hrsg.), Diplomatisches Zeremoniell in Europa und im mittleren Osten in der Frühen Neuzeit. Wien 2009; (Hrsg.) Aspects of the Maritime Silk Road: from the Persian Gulf to the East China Sea. Wiesbaden 2010.

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