Frauenbewegung und feministische Öffentlichkeiten

Vortrag G.Cloeters

Feministische Medien in der Türkei seit den 1980er Jahren

Vortrag von Gabriele Cloeters, M.A.
Diskutantin: Dr. Sabine Prätor (Hamburg)

Termin: 21.05.2014
Zeit: 18.00 Uhr c.t.
Ort: Hörsaal 221
(AAI, Edmund-Siemers-Allee 1, Ost)

„Ich bewundere, ich liebe Tarkan… Tarkan macht seinen Job nicht mit einer naturgegebenen Schönheit. Er bemüht sich darum attraktiv, schön und sexy zu sein und er versteckt diese Bemühungen nicht… Ich mag Tarkan, weil er mir erlaubt etwas zu fühlen was ich nicht gewohnt bin zu fühlen; einen Mann mit den Augen einer Konsumentin anzuschauen und zu sagen‚ ‘was für ein attraktiver Mann’.“

Ayşe Düzkans Essay in der Zeitschrift Pazartesi entwirft das Bild eines Künstlers, der entgegen gesellschaftlicher Stereotype eine Attraktivität verkörpert, die im allgemeinen nicht mit Männern sondern mit Frauen assoziiert wird. Feministische Medien in der Türkei dekonstruieren nicht nur herrschende Genderstereotype, sondern thematisierten politische und soziale Herrschaftsverhältnisse und Diskriminierungen, die bis dahin weder im Rahmen der kemalistischen Modernisierung in der frühen Republik noch durch die linken Bewegungen in den 1960er und 70er Jahren beachtet worden waren. Im Rahmen des Vortrages werden die Produktionsbedingungen, Formate, Entwicklungen und Potentiale der feministischen Medien in der Türkei vorgestellt. Untersucht werden die feministischen Medien der Frauenbewegung von den 1980er Jahren bis heute vor dem Hintergrund der sozialen und politischen Entwicklungen in der Türkei.

Referentin
Gabriele Cloeters studierte Turkologie und Geschichtswissenschaft mit dem Abschluss Magistra Artium an der Universität Hamburg. Sie ist seit Oktober 2013 Stipendiatin der Universität Hamburg und promoviert im Arbeitsbereich Turkologie am Afrika-Asien-Institut über die feministischen Medien in der Türkei.

Diskutantin
Dr. Sabine Prätor ist zurzeit Vertretungsprofessorin für Turkologie an der Universität Hamburg. Sie studierte in Erlangen, London und Bamberg und forschte mehrere Jahre in Istanbul. Als Islamwissenschaftlerin und Turkologin lehrte sie u.a. an den Universitäten München, Erlangen, Bamberg, Münster und publizierte zur Kultur-, Sozial- und Politikgeschichte des späten Osmanischen Reichs und der Republik Türkei (19.-21.Jh.), u.a.: Der arabische Faktor in der jungtürkischen Politik. Eine Studie zum osmanischen Parlament der II. Konstitution (1908-1918). Berlin 1993; nach 2000 v.a. zu den Bereichen neue Medien, Musikkultur sowie Alter(n) in der Türkei und unter türkischen Migranten in Deutschland.

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