Ein Hamburger am Bosporus: Der Orientalist und hanseatische Gesandte A.D. Mordtmann (1811-1879)


Vortrag von Tobias Völker, M.A.
Diskutant: Prof. em. Dr. Hans Georg Majer (München)

Termin: 04.06.2014
Zeit: 18.00 Uhr c.t.
Ort: Hörsaal 221
(AAI, Edmund-Siemers-Allee 1, Ost)


Der Vortrag beschäftigt sich mit dem Leben und Werk des Hamburger Orientalisten Andreas David Mordtmann (1811-1879), der 1845 nach Istanbul ging, um die Hansestädte Hamburg, Bremen und Lübeck in Istanbul diplomatisch zu vertreten. Als seine Anstellung 1859 endete, wechselte er in den osmanischen Staatsdienst und blieb, mit seiner Frau und seinen sechs Kindern, bis zu seinem Tod am Bosporus. In seinen Büchern, Reiseberichten, journalistischen Arbeiten und offiziellen Gesandtschaftsberichten beschreibt er – mal als Wissenschaftler, mal als Diplomat, mal als Privat-mann – die Ereignisse während der wechselhaften Periode der Tanzimat-Reformen (1839-1876). So eröffnet die Beschäftigung mit Andreas David Mordtmann als „hamburgisch-osmanischem Intellektuellen“, gerade wegen seiner Positionierung im „Dazwischen“ der Kulturen und Disziplinen, interessante Perspektiven auf das politische, soziale und politische Leben im Osmanischen Reich wie auf die Entstehung der Orientalistik als wissenschaftlicher Disziplin.

Referent
Tobias Völker arbeitet seit September 2013 als wissenschaftlicher Mitarbeiter am Instiut für Geschichte und Kultur des Vorderen Orients an der Universität Hamburg. In seiner Magisterarbeit setzte er sich mit dem Werk des spätosmanischen Intellektuellen Eyüp Sabri Pascha auseinander. Die Beschäftigung mit Andreas David Mordtmann findet im Rahmen seines Promotionsprojektes statt.

Diskutant
Prof. Dr. Hans Georg Majer hatte von 1981 bis zu seiner Emeritierung im Jahr 2002 den Lehrstuhl für Geschichte und Kultur des Nahen Orients und für Turkologie an der Ludwig-Maximilians-Universität München inne. Seine Veröffentlichungen umfassen wichtige Beiträge zur osmanischen Wirtschafts- und Sozialgeschichte, zur Geschichte der Osmanen in Südosteuropa, zur Ikonografie der osmanischen Sultane und zur Geschichte der Ilmiye. Unter seinen vielzähligen Veröffentlichungen findet sich auch ein biografischer Eintrag über Andreas David Mordtmann, den er 1997 für die Neue Deutsche Biographie (NDB) verfasste.

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