Filmfest Hamburg: 25. September – 4. Oktober 2014

filmfest_logo_2014_deEin Programmauszug türkischer und türkeibezogener Filme

26.09.: Singende Frauen – Şarkı söyleyen kadınlar

26177_43_Singing-Women_c_AtlantikFilmEine der Inseln vor der Küste Istanbuls wird wegen eines bevorstehenden Erdbebens evakuiert. Die meisten Bewohner fliehen daraufhin Richtung Festland. Doch einige Insulaner weigern sich zu gehen. Für sie wird das Leben in dem apokalyptischen Klima, das herrscht, mit jedem Tag härter. Eine rätselhafte Krankheit hat die Pferde befallen und macht sie so schwach, dass sie sich nicht mehr bewegen können. Sie scheint auch auf die Menschen überzugreifen. Eine Gruppe verzweifelter Frauen setzt dem Leid ihre ganze Energie und Hoffnung, ihren Mut und Glauben entgegen. Der Film folgt ihrer inspirierenden Reise durch die verschiedenen Dimensionen der Existenz.“

27.09.: The Cut

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Mardin, 1915: Eines Nachts treibt die türkische Gendarmerie alle armenischen Männer zusammen. Auch der junge Schmied Nazaret Manoogian wird von seiner Familie getrennt. Nachdem es ihm gelingt, den Horror des Völkermordes zu überleben, erreicht ihn Jahre später die Nachricht, dass seine Zwillingstöchter am Leben sind. Besessen von dem Gedanken, sie wiederzufinden, folgt er ihren Spuren. Sie führen ihn von den Wüsten Mesopotamiens über Havanna bis in die kargen, einsamen Prärien North Dakotas. Auf seiner Odyssee begegnet er den unterschiedlichsten Menschen: engelsgleichen und gütigen Charakteren, aber auch dem Teufel in Menschengestalt.

Mit THE CUT vollendet Fatih Akin seine Trilogie „Liebe, Tod und Teufel“. Ging es in Gegen die Wand (2004) um den unbedingten Lebenswillen einer jungen Deutschtürkin, die erleben muss, dass zwischen Schmerz und Liebe oft nur eine Haaresbreite liegt, so erzählte Auf der anderen Seite (2007) die Geschichte von sechs Menschen, deren Wege sich kreuzen, ohne sich zu berühren. Erst der Tod führt sie zusammen. The Cut widmet sich nun dem „Teufel“. Der Film handelt vom Bösen im Menschen, davon, was wir anderen Menschen antun. Unbewusst oder willentlich, denn die Grenze zwischen Gut und Böse ist oft fließend. Auch der letzte Teil der Trilogie ist geprägt von Fatih Akins Sicht auf die Welt: „The Cut ist ein sehr persönlicher Film geworden, der sich inhaltlich mit meinem Gewissen und formal mit meiner Liebe zum Kino auseinandersetzt“.“

28.09.: Sivas

26847_37_Sivas01WAHL_c_ColouredGiraffesDer elfjährige Aslan lebt in einer archaischen Männerwelt in einem anatolischen Dorf, in der der Stärkste die Rangordnung bestimmt. Als er in einem Graben den verwundeten Kampfhund Sivas findet, nimmt er sich des Tieres an und päppelt es auf. Sivas findet allmählich zu alter Kraft zurück und kann Kampf um Kampf gewinnen. Der Aufstieg des Hundes ermöglicht es auch Arslan, in der Dorfgemeinschaft seine Stellung zu behaupten. Der Film zeichnet ein raues Bild von einer Welt, in der Kinder früh erwachsen werden müssen und nur der Stärkste überlebt. Sivas lief dieses Jahr im Wettbewerb der Filmfestspiele von Venedig.“

29.09.: Winterschlaf – Kış Uykusu

26390_37_Winterschlaf_1_c_WeltkinoFilmverleihIn den Bergen Kappadokiens betreibt der ehemalige Schauspieler Aydin ein Hotel, in dem er mit seiner Frau und seiner Schwester wohnt. Während die Kälte des Winters in die Unterkünfte dringt, wachsen die Spannungen zwischen Aydin und seinem Umfeld. Mit den Dorfbewohnern streitet er um Geld und Ehre, mit seiner Schwester über philosophische Fragen, und der Konflikt mit seiner Frau wächst zu einer fundamentalen Auseinandersetzung über Liebes- und Lebensentwürfe. Zunehmend offenbart sich Aydin als selbstgefälliger Zyniker, der die Menschen um sich herum klein zu halten versucht, sobald er seine Stellung als Patriarch gefährdet sieht. Winter Sleep gewann in diesem Jahr die Goldene Palme in Cannes.“

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