„Die auf den Weg ohne Heimkehr getrieben wurden. Lebenswege und Todeswege von Armeniern in literarischen Quellen“

IV. TEZ-Vortrag: Impulsvortrag und Lesung mit
Dr. Corry Guttstadt (Jerusalem) und Elke Hartmann, M.A. (Berlin)

Termin: 17.12.2014, 18.00 Uhr c.t.
Ort: Hörsaal 221 (AAI, Edmund-Siemers-Allee 1, Ost)

Mit freundlicher Unterstützung von

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Ob Lyrik oder Prosa, von der Satire bis zum Theater, die armenische Literatur war ein wichtiger Bestandteil der osmanischen Literatur. In ihrer Reichhaltigkeit zeigt sich die ganze Bandbreite osmanisch-armenischer Lebenswelten. Ebenso spiegelt sich darin die armenische Identifikation mit dem Osmanischen Reich und später auch der Türkischen Republik, der bedeutende Anteil der Armenier an der osmanischen Kultur und vor allem am kulturellen und politischen Aufbruch des 19. Jahrhunderts. Schließlich drückt sich in den Werken der armenischen Autoren in Reich und Republik ihre Hoffnung und dann, angesichts der Ausgrenzung und Vernichtung ihres Volkes, ihre Verzweiflung aus, die sich ganz ähnlich dem deutsch-jüdischen Schreiben des frühen 20. Jahrhunderts in hellsichtiger Gesellschaftsanalyse und Satire Bahn bricht. Der Vortrag gibt einen kurzen Überblick über das literarischen Schaffen der osmanischen Armenier im Kontext ihrer Zeit. Die Lesung führt in das Werk dreier ausgewählter AutorInnen ein und bietet Auszüge aus ihren Texten.

Corry Guttstadt studierte Turkologie und Geschichte in Hamburg, wo sie 2009 mit ihrer Arbeit „Die Türkei, die Juden und der Holocaust“ promovierte, die inzwischen auch auf   Türkisch und Englisch erschienen ist. 2013 publizierte sie (Zusammen mit Șeyda Demirek) in Zusammenarbeit mit der Landeszentrale für Politische Bildung in Hamburg eine Anthologie armenischer Texte „Die auf den Weg ohne Heimkehr getrieben wurden“, die nun in erweiterter Neuauflage in Zusammenarbeite mit der BPB vorbereitet wird.

Elke Hartmann studierte Geschichte und Islamwissenschaft an der Freien Universität Berlin. 2014 Promotion mit einer Arbeit über die Wehrpflicht in der Spätzeit des Osmanischen Reiches. Seit 2010 Gründungsdirektorin des Projekts „Houshamadyan„, das sich mit Alltagsleben und –kultur der Armenier im Osmanischen Reich befasst. Mitglied der DFG-Forschergruppe „Selbstzeugnisse in transkultureller Perspektive“, zuvor wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Islamwissenschaft der FU Berlin.

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