Das Osmanische Reich als „failing state“?

BalkanEin Effizienzvergleich südosteuropäischer Staatlichkeit im 19. Jahrhundert

Vortrag von
Dr. Konrad Clewing (Regensburg)

Termin: 17.06.2015, 18.00 Uhr c.t.
Ort: Hörsaal 221 (AAI, Edmund-Siemers-Allee 1, Ost)

Im Osmanischen Reich fanden im 19. Jahrhundert im Zuge der sog. „Tanzimat“ grundlegende Reformen statt. Sie sind ein Grund, warum das Reich türkischerseits heute als gelungene imperiale Herrschaft gezeichnet wird. Der innerregionale südosteuropäische Vergleich zeigt indes, dass die osmanische Staatlichkeit an Effizienz weit hinter den neugebildeten Nachbarländern zurückblieb.
Diese heutige Diagnose korrespondiert mit der hohen Attraktivität jener Nachbarländer für die einstweilen im Osmanischen Reich verbliebenen nichtmuslimischen Zeitgenossen. Seine so geschwächte innere Legitimation trug wesentlich zu seiner inneren wie äußeren Verletzlichkeit bei.

Referent: Konrad Clewing ist Historiker am Institut für Ost- und Südosteuropaforschung (Regensburg) und dort einer der Herausgeber der „Südosteuropäischen Arbeiten“, der Zeitschrift „Südost-Forschungen“ sowie des „Handbuchs zur Geschichte Südosteuropas“.

Publikationen (wichtigste Veröffentlichungen): Hg., mit H. Sundhaussen: Lexikon zur Geschichte Südosteuropas. Wien 2015 (i. Ersch.). Hg., mit O.J. Schmitt: Geschichte Südosteuropas. Regensburg 2011. Staatlichkeit und nationale Identitätsbildung. Dalmatien in Vormärz und Revolution. München 2001. Hg., mit J. Reuter: Der Kosovo-Konflikt. Klagenfurt 2000.

Mit freundlicher Unterstützung
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