Die Türkei nach den Wahlen. Erleben wir den Beginn eines grundlegenden Wandels?

Logo_Friedrich_Ebert_Stiftung tezlogo5000_grDas TürkeiEuropaZentrum (TEZ) und die Friedrich-Ebert-Stiftung laden Sie herzlich ein:

Montag, 06.07.15, 18:00-19:30 Uhr
Universität Hamburg, Asien-Afrika-Institut
Edmund-Siemers-Allee 1, Flügel Ost, Rm 221.

Am 7. Juni 2015 hat die Türkei gewählt und der Regierungspartei AKP, die seit 2002 allein regieren konnte, den Verlust der absoluten Mehrheit beschert. Nun herrscht Unklarheit über die Aussichten auf eine Koalitionsregierung. Die AKP bleibt mit 41% die deutlich stärkste Partei, musste aber einen Rückgang von 9% hinnehmen. Viele Beobachter sehen in dem Wahlergebnis
eine Absage an die Einführung eines Präsidialsystems und eine Abstrafung für die Missachtung des Neutralitätsgebots durch Präsident Erdoğan – und eine Zäsur in der 13-jährigen AKP-Ära. Die säkular-kemalistische Republikanische Volkspartei (CHP) konnte von den Verlusten der AKP nicht profitieren, sie musste sogar leichte Einbußen hinnehmen. Sie bleibt aber mit 25% die zweitstärkste Kraft. Die pro-kurdische linke HDP landete mit 13% knapp hinter der rechtsextremen MHP (16,5%).

Was sind die Ursachen und was könnten die Folgen dieses bemerkenswerten Wahlergebnisses sein? Erleben wir den Anfang vom Ende der AKP? Was sind die Gründe für das Ergebnis der CHP, die als sozialdemokratische Alternative gilt? Kann der Einzug der HDP in das Parlament zur Bildung eines „säkularen Blocks“ führen? Wer könnte mit wem eine neue Regierung bilden? Welche Auswirkungen hat das Wahlergebnis auf das deutsch-türkische Verhältnis – und auf die europäischen Perspektiven der Türkei? Die kommenden Wochen und Monate könnten turbulent werden. Darüber wollen wir mit Ihnen und unseren Gästen diskutieren.

Unsere Gäste sind:
Michelle Müntefering, Mitglied des Deutschen Bundestages, Vorsitzende der Deutsch-Türkischen Parlamentariergruppe.

Aydın Cıngı, CHP-Mitglied, Chefredakteur der Monatszeitschrift „Sosyal Demokrat“ und
ehem. Vorsitzender der SODEV (Sosyal Demokrasi Vakfı – Stiftung für Sozialdemokratie).

Dr. Yaşar Aydın, Soziologe und Türkei- und Migrationsforscher an der HafenCity Universität Hamburg.

Moderation: Dr. Felix Schmidt, Repräsentant der Friedrich-Ebert-Stiftung in der Türkei.

Bitte melden Sie sich per E-Mail unter hamburg@fes.de bzw. hier für die Veranstaltung an.

Diese Veranstaltung wird gefördert durch die Landeszentrale für politische Bildung der Freien und Hansestadt Hamburg.

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