I. TEZ-Vortrag: Istanbul und seine Literaturen

Loria-1Vortrag von Prof. Dr. Johann Strauss (Strasbourg)

Termin: 21.10.2015, 18.00 Uhr c.t.
Ort: Hörsaal 221 (AAI, Edmund-Siemers-Allee 1, Ost)

Das vorrepublikanische, polyglotte und multi-ethnische Istanbul war im Laufe der Geschichte an der Genese und Entwicklung einer bemerkenswert großen Zahl von Literaturen maßgeblich beteiligt, so etwa der neugriechischen, der modernen armenischen und der judenspanischen Literatur. Im 19. Jahrhundert kamen weitere Völker des Reiches hinzu (Bulgaren, Albaner etc.), deren literarische Aktivitäten sich zeitweilig fast ausschließlich in der osmanischen Hauptstadt konzentrierten. Auch prominente persische und afghanische Literaten empfingen entscheidende Anregungen für ihr Schaffen während ihres Aufenthalts in Istanbul.

Der Vortrag soll das erstaunliche Potential dieser literarischen Metropole aufzeigen ohne die Faktoren zu verschweigen, die eine weitere Entfaltung verhinderten. Außerdem sollen charakteristische Themen behandelt werden, die diesen Literaturen gemeinsam sind, und schließlich soll der zentralen Frage nachgegangen werden, wie und in welchem Umfang sich die Stadt in den Werken jener Epoche widerspiegelt.

Referent: Johann Strauss unterrichtet am Département d´Etudes turques der Universität Straßburg/Strasbourg türkische und osmanische Literatur und Geschichte. Schwerpunkte seiner Forschungen sind Übersetzungen aus westlichen Sprachen, Geschichte des Druck- und Buchwesen, Sprach- und Ideengeschichte sowie kulturelle Kontakte zwischen den Völkern des Osmanischen Reiches.

Publikationen: Die Chronik des ‘İsazāde. Ein Beitrag zur osmanischen Historiographie des 17. Jahrhunderts, Berlin, 1991; The Egyptian Connection in Nineteenth Century Ottoman Literary and Intellectual History, Beyrouth, 2000 (Beyrouth Zokak El Blat(t), No. 20). Im obigen Zusammenhang sind vor allem seine beiden Aufsätze «Romanlar ah! O Romanlar! Les débuts de la lecture moderne dans l´Empire ottoman», Turcica, XXVI (1994), pp. 125-163 und „Who Read What in the Ottoman Empire (19th-20th centuries)?“, Arabic Middle Eastern Literatures, VI/1 (2003), pp. 39-76 zu nennen.

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