Der III. TEZ-Vortrag am 10.05.2017 muss leider krankheitsbedingt ausfallen!

Der Vortrag von Dr. Eva-Maria  Troelenberg (Florenz)
im Rahmen der TEZ-Vortragsreihe Die Geschichte der Türkei in Objekten

MUSS LEIDER AUSFALLEN!

Termin: 10.05.2017, 18 Uhr c.t.
Ort: Rm 221, Asien-Afrika-Institut (Edmund-Siemers-Allee 1, Flügel Ost)

Die ornamentierte Fassade des umayyadischen Wüstenschlosses Mschatta ist eine Ikone für die islamische Kunst – ein Schlüsselwerk für das Verständnis ihrer historischen Entstehung und kunstgeschichtlichen Definition. Heute befindet sie sich im Museum für Islamische Kunst in Berlin und zählt zu den bedeutenden monumentalen Exponaten der Museumsinsel. Die Fassade war einst Teil eines so genannten „Wüstenschlosses“, das um die Mitte des 8. Jahrhunderts n. Chr. auf dem Gebiet des heutigen Jordanien erbaut wurde.

Zu Beginn des 20. Jahrhunderts kam sie als Geschenk des osmanischen Sultans Abdulhamid II. nach Berlin. Der Vortrag wird insbesondere beleuchten, wie sich in der Erwerbungsgeschichte Mschattas die deutsch-osmanischen Beziehungen zwischen transimperialer Interaktion und orientalistischem Deutungsanspruch spiegeln. Der Beispielfall Mschatta ist aufschlussreich für ein bedeutendes Kapitel in der Historiografie deutscher Nahost-Archäologie, die sich nicht zuletzt im Verhältnis zu einer mehr und mehr professionalisierten osmanischen Antikenbehörde entwickelte. Er zeigt damit auch, wie eng die Kriterien und (Wert-)Vorstellungen von Kulturerbe und kunsthistorischer Kanonisierung beiderseits mit politischen Faktoren verknüpft waren.

Referentin: Eva-Maria Troelenberg ist Leiterin der Max-Planck-Forschungsgruppe „Objects in the Contact Zone – The Cross-Cultural Lives of Things“ am Kunsthistorischen Institut in Florenz – Max-Planck-Institut. 2010-2011 forschte sie als Postdoc Fellow am Museum für Islamische Kunst in Berlin. 2010 schloss sie am kunsthistorischen Institut der LMU München ihre Dissertation zur Münchner „Ausstellung von Meisterwerken muhammedanischer Kunst“ 1910 ab, die mit dem Hochschulpreis der Landeshauptstadt München ausgezeichnet wurde. 2013 vertrat sie die Professur für Islamische Kunstgeschichte in München, 2016 lehrte sie als Gastprofessorin an der Universität Zürich. Im Frühjahrssemester 2017 ist sie Global Asian Studies Series (GLASS)-Fellow an der Universität Leiden.

Publikationen (Auswahl): Mschatta in Berlin. Grundsteine Islamischer Kunst (Connecting Art Histories in the Museum 3), Dortmund 2014. Hrsg. mit Melania Savino: Images of the Art Museum: Connecting Gaze and Discourse in the History of Museology, (De Gruyter Contact Zones 3), Berlin 2017. “Drawing Knowledge, (Re-)Constructing History: Pascal Coste in Egypt”, in: International Journal of Islamic Architecture 4/2 (2015), 287-313. “Arabesques, Unicorns and Invisible Masters: The Art Historian’s Gaze as symptomatic Action?”, in: Muqarnas 32 (2015), 213-232. „The Modern Diffusion of Islamic Styles“, in: The Encyclopedia of Asian Design, Volume 4: Interregional, Transnational, and Global Design Issues. 2017 (im Erscheinen).

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