Frauen- und Geschlechterstudien im Spannungsfeld von Akademia, Staat und Zivilgesellschaft in der Türkei

Vortrag von Prof. Dr. Yasemin Karakaşoğlu (Bremen) / Dr. Charlotte Binder (Bremen) im Rahmen der Vortragsreihe „10 Jahre TürkeiEuropaZentrum Hamburg“

Termin: 9.01.2019, 18.00 Uhr c.t.
Ort: Hörsaal 221 (AAI, Edmund-Siemers-Allee 1, Ost)

Das an der Universität Bremen angesiedelte Forschungsprojekt untersucht Institutionalisierungs- und Transformationsprozesse von Frauen- und Geschlechterstudienzentren an türkischen Universitäten.  In Folge der Entstehung der feministischen Bewegung in den 1980er Jahren wurden die Frauenstudien zu Beginn der 1990er Jahre zunächst an Universitäten in Istanbul und Ankara als eine unabhängige akademische Disziplin begründet. Die Gründerinnen waren Akademikerinnen, die sich meist in den Frauenbewegungen engagierten. Bis zum Jahr 2017 etablierten sich mehr als 100 universitäre Frauen- und Geschlechterstudienzentren an staatlichen und privaten Universitäten sowohl in Millionenstädten, wie z.B. Antalya, Gaziantep und Izmir als auch in Provinzstädten, wie z.B. Aydın, Bingöl und Çorum. Anhand von Expert*innen-Interviews und Dokumentensammlungen untersucht das Projekt für ausgewählte Zentren Aussagen von Repräsentant*innen, Websites, Lehr- und Forschungsaktivitäten und weitere relevante Dokumente, die Rückschlüsse über akademische und gesellschaftspolitische Motivationen erlauben. In dem Vortrag werden die Frauen- und Geschlechterstudien als umkämpftes Feld zwischen Akademia, Staat und Zivilgesellschaft in der Türkei verortet.

Referentinnen
Prof. Dr. phil. Yasemin Karakaşoğlu
studierte Turkologie, Neuerer deutscher Literaturwissenschaft und Politikwissenschaften in Hamburg und Ankara. Seit Oktober 2004 ist sie Professorin für Interkulturelle Bildung im Lehrgebiet Allgemeine Pädagogik des Fachbereiches 12 / Erziehungs- und Bildungswissenschaften an der Universität Bremen. Zwischen 2011 und 2017 hatte Yasemin Karakaşoğlu das Amt „Konrektorin für Internationales und Diversität“ an der Universität Bremen inne.

Dr. Charlotte Binder forscht und lehrt als Wissenschaftliche Mitarbeiterin im Arbeitsbereich Interkulturelle Bildung an der Universität Bremen. Neben der Durchführung der von ihr konzipierten und von der Stiftung Mercator finanzierten Forschungsprojekte „Frauenbewegungen im innertürkischen Vergleich“ und „Frauen- und Geschlechterstudien in der Türkei“ verfasste sie ihre Dissertation. In ihrem Promotionsprojekt analysiert Binder anhand einer empirisch-qualitativen Studie – vergleichend für Berlin und Istanbul – Bündnisse zwischen frauen- und geschlechterpolitischen Akteur*innen im Rahmen des Internationalen Frauentags.

Projektspezifische Publikationen: https://www.blickwechsel-tuerkei.de/de/Publikationen.php

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Lesung mit Zafer Şenocak: Das Fremde, das in jedem wohnt

Lesung mit Zafer Şenocak (Berlin) im Rahmen der Vortragsreihe „10 Jahre TürkeiEuropaZentrum Hamburg“

Termin: 19.12.2018, 18.00 Uhr c.t.
Ort: Hörsaal 221 (AAI, Edmund-Siemers-Allee 1, Ost)

In Kooperation mit 

Die Erfahrung von Fremdheit, die Begegnung mit unterschiedlichen Nationalitäten und widersprüchlichen Lebensentwürfen löst häufig Abwehr und Furcht aus. Wo Abgrenzung die Kommunikation ersetzt, ist – auch in Deutschland – der gesellschaftliche Zusammenhalt in Gefahr. Der Schriftsteller und Publizist Zafer Şenocak setzt gegen diese Angst eine bewusste, biografische Auseinandersetzung mit dem Fremden in uns selbst. Als Kind türkischer Mittelschichtseltern, die in Deutschland leben, wächst Şenocak mit den Sprachen, Literaturen, Ritualen und Geschichten zweier Länder auf. Eindeutige Identitätsangebote machen beide Kulturen nicht, weder die deutsche, in der er »der Türke« bleibt, noch die türkische: Şenocak erlebt durch seine politisch engagierte Mutter eine weltlich-moderne Intellektualität. Sein Vater dagegen verkörpert einen zwar kritischen, aber zutiefst spirituellen Islam, die Welt der Poesie und der Liebe zur Sprache. Pole, zwischen denen die türkische Gesellschaft weiterhin changiert. Zafer Şenocak beglaubigt mit seiner Person, dass aus solcher Vielfalt eine in sich heile, gefestigte Identität erwachsen kann. Zugleich fragt er wei-ter, was diese Beschäftigung mit den eigenen Herkunftsgeschichten zu einem differenzierten Bild von Integration beitragen kann. Şenocak begreift Diversität als menschliche Grunderfahrung, die man sich bewusst machen und akzeptieren muss, um zu einem modernen, partizipativen Verständnis von Gesellschaft zu gelangen. (Körber Stiftung)

Über den Autor: Zafer Şenocak wurde in Ankara als Sohn eines Verlegers und einer Lehrerin geboren. Er wuchs in Istanbul und ab 1970 in München auf, wo er auch Germanistik, Politikwissenschaft und Philosophie studierte. Seit seinem Debüt 1983 veröffentlichte er über 20 Bände mit Lyrik, Prosa und Essays, die ins Englische, Französische, Italienische, Tschechische, Spanische und Türkische übersetzt wurden. 2011 erschien in der Edition Körber »Deutschsein. Eine Aufklärungsschrift«, 2014 »In deinen Worten: Mutmaßungen über den Glauben meines Vaters« und »Das Fremde, das in jedem wohnt« 2018 ebenfalls wieder in der Edition Körber. Şenocak lebt seit 1989 in Berlin. Der Autor war „Writer in Residence“ in den Vereinigten Staaten, unter andem im MIT/Cambridge und in Berkeley.

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Bildungspolitik in der Türkei

Vortrag von Prof. Dr. Arnd-Michael Nohl (Hamburg) im Rahmen der Vortragsreihe „10 Jahre TürkeiEuropaZentrum Hamburg“

Termin: 05.12.2018, 18.00 Uhr c.t.
Ort: Hörsaal 221 (AAI, Edmund-Siemers-Allee 1, Ost)

Es gibt kaum ein Land, in dem sich die politischen und gesellschaftlichen Auseinandersetzungen in so evidenter Weise in der Bildungspolitik niederschlagen wie die Türkei. Daher soll in diesem Vortrag Bildungspolitik nicht isoliert von politischen Ereignissen und gesellschaftlichen Verhältnissen, sondern in deren Zusammenhang betrachtet werden. Hierzu ist zunächst ein Blick in die Geschichte, seit Gründung der türkischen Republik, zu werfen, deuten sich hier doch bereits zentrale Konfliktfelder und Probleme der türkischen Bildungspolitik an. Der Hauptaugenmerk gilt dann dem Zeitraum von 1980 bis heute, in dem sich alte Auseinandersetzungen (etwa jene zwischen Islam und Säkularismus) und Probleme (vor allem: soziale Ungleichheit) verschärften und neue (z.B. Ökonomisierung von Bildung) hinzukamen. Auf diese Weise werden dann auch bildungspolitische Kontinuitäten und Zäsuren seit Beginn der AKP-Regierungszeit evident.

Referent: Arnd-Michael Nohl ist Professor für Erziehungswissenschaft, insbesondere systematische Pädagogik, an der HelmutSchmidt-Universität Hamburg. Er forscht u.a. zu Bildung und sozialem Wandel, Lernorientierung und Organisation sowie Curriculumentwicklung und Medienpraxis.

Publikationen (Auswahl): Nohl/Somel (2018): Education and Social Dynamics – A Multilevel Analysis of Curriculum Change in Turkey. London & New York: Routledge (Paperback-Version); Nohl (2018): Eşya ve İnsan – Bir pratik ilişkinin felsefesi, pedagojisi ve sosyolojisi [Ding und Mensch – Philosophie, Pädagogik und Soziologie einer praktischen Beziehung]. Istanbul: Ayrıntı Yayınevi; Loy (2018): Motivationstypen in der Bildungsmigration. Biografische Hintergründe. Wiesbaden: Springer VS; Amling/Vogd (2017, Hg.): Dokumentarische Organisationsforschung. Opladen: Budrich; Nohl (2017): Interview und Dokumentarische Methode. Wiesbaden: Springer VS (5., aktualisierte und erweiterte Auflage); Nohl/Rosenberg/Thomsen (2015): Bildung und Lernen im biographischen Kontext. Empirische Typisierungen und praxeologische Reflexionen. Wiesbaden: Springer VS.

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Aber zuerst kommt der Mensch!

Ara Gülers Istanbul: Waren andere wohl in gleichem Maße für die Schönheit der Stadt empfänglich?

„Über fünfzig Jahre dokumentierte er das Leben der Stadt, besonders der kleinen Leute und Hinterhöfe: Mit Ara Güler hat Istanbul seinen größten Fotografen verloren.“ Ein Nachruf auf Ara Güler von Orhan Pamuk. Zu lesen in der FAZ.NET.

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Das Osmanische Reich 1918: Ende eines Imperiums

Vortrag von Prof. Dr. Lutz Berger (Kiel) im Rahmen der Vortragsreihe „10 Jahre TürkeiEuropaZentrum Hamburg“

Termin: 21.11.2018, 18.00 Uhr c.t.
Ort: Hörsaal 221 (AAI, Edmund-Siemers-Allee 1, Ost)

https://www.ft.com/content/af218024-b2bf-11e4-a058-00144feab7de

Das Ende des Ersten Weltkriegs bedeutete auch eine Zäsur in der Geschichte imperialer Staatlichkeit: Alte Imperien wie das Habsburgerreich brachen zusammen. Das französische und britische Kolonialreich erlangten bei Kriegsende zwar ihre größte Ausdehnung, gleichzeitig zeigten beide Mächte aber bereits Zeichen von ökonomischer und militärischer Schwäche. Das wurde nicht zuletzt im Kontext des sog. Türkischen Unabhängigkeitskrieges 1918-1922 deutlich. Die Epoche des Hochimperialismus war beendet, ehe sie recht begonnen hatte. Der Vortrag versucht, das Ende des Osmanischen Reiches in diese globalen Wandlungsprozesse einzuordnen. Dazu gilt es auszuloten, was für eine Art Imperium das Osmanische Reich überhaupt gewesen ist. Ähnelte es dem Habsburgerreich, also einem durch eine Dynastie zusammengehaltenen Konglomerat gleichberechtigter Teile oder entsprach es doch eher dem hierarchischen Modell der westeuropäischen imperialistischen Mächte? Was bedeutet das jeweils für die Frage des Übergangs von imperialer Ordnung zur Nationalstaatlichkeit, die den weiteren Verlauf des 20. Jahrhunderts in der Türkei und im Vorderen Orient allgemein prägte?

Referent: Lutz Berger ist Professor für Islamwissenschaft / Turkologie an der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel. Erforscht unter anderem zu den Schwerpunkten „Religionsgeschichte des Islam“sowie „Kultur- und Mentalitätsgeschichte des islamischen Vorderen Orients“.

Publikationen (Auswahl): Geschiedenvon allem außer Gott. Sufik und Welt bei Abū ʿAbd ar-Raḥmān as-Sulamī, Hildesheim 1998; Gesellschaft und Individuum inDamaskus 1550-1791, Würzburg 2007; Die Entstehung des Islam: Die ersten hundert Jahre. München 2016; „Making Sense of Turkish Liberalism“, in: Meir Hatina /Christoph Schumann (Hg.): Arab Liberal Thought after1967. Old Dilemmas, New Perceptions, New York 2015, S.83-97; “Centresand Peripheries in the Early Medieval Mediterranean”, in: Kordula Wolf / KlausHerbers (Hg.): Southern Italy as Contact Area and Border Region during theEarly Middle Ages. Religious-Cultural Heterogeneity and Competing Powers inLocal, Transregional and Universal Dimensions, Köln 2018, S. 41–50.

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Von der Interkultur zur Interpolitik? Deutsch-türkische Verhältnisse mit Blick auf Fatih Akıns „Aus dem Nichts“

Vortrag von Prof. Dr. Ortrud Gutjahr (Hamburg) im Rahmen der Vortragsreihe „10 Jahre TürkeiEuropaZentrum Hamburg“

Termin: 14.11.2018, 18.00 Uhr c.t.
Ort: Hörsaal 221
(AAI, Edmund-Siemers-Allee 1, Ost)

Aus dem Nichts

In seinem Film Aus dem Nichts (2017) greift Fatih Akın ein dezidiert politisches, für die deutsch-türkischen Beziehungen verstörendes Thema auf. Mit der eindringlichen Erzählung über die Traumatisierung und radikale Wahrheitssuche seiner filmischen Protagonistin, die ihren Mann und den kleinen Sohn durch ein Attentat verloren hat, bezieht sich der Hamburger Regisseur auf reale Begebenheiten, insbesondere den Nagelbombenanschlag der NSU-Gruppe am 9. Juni 2004 in Köln. Zwar lassen sich auch in anderen Filmen Akıns gesellschaftspolitische Bezüge ausmachen, doch stellt Aus dem Nichts eine Wende dar. Nie zuvor hat der Regisseur die Konsequenzen politischen Handelns so in den Fokus seiner Arbeit gerückt. Von daher fragt der Vortrag, ob dieser Film nicht auch eine Wende in der Auseinandersetzung mit Formen der (deutsch-türkischen) Interkulturalität markiert. Davon ausgehend, dass sich die Etablierung des Forschungsparadigma Interkulturalität an deutschen Universitäten wesentlich der Arbeitsmigration und Wiedervereinigung verdankt, wird eruiert, wie mit den neueren politischen Verwerfungen innerhalb Europas und der Infragestellung von Bündnissen, die den sogenannten Westen geprägt haben, das Verhältnis von Interkultur und Interpolitik neu gedacht werden kann.  

Referentin: Ortrud Gutjahr ist Professorin für Neuere deutsche Literatur und Interkulturelle Literaturwissenschaft am Institut für Germanistik der Universität Hamburg. Sie ist Leiterin der Arbeitsstelle Interkulturelle Literatur- und Medienwissenschaft und betreute u. a. das von der Stiftung Mercator geförderte Projekt »Geteilte Erfahrung Migration im deutsch-türkischen und türkischen Film.« Mit der Istanbul Üniversitesi unterhält sie seit vielen Jahren eine DAAD-geförderte Germanistische Institutspartnerschaft.

Publikationen (Auswahl): Deutsche Gegenwarten in Literatur und Film. Tendenzen nach 1989 in exemplarischen Analysen, Tübingen 2017 (hrsg. gemeinsam mit Olivia C. Díaz Pérez Rolf G. Renner / Marisa Siguan); Lessings Erbe? Theater als diskursive Institution (Reihe: Theater und Universität im Gespräch, Bd. 16), Würzburg 2017; Emine Sevgi Özdamar. Text+Kritik (hrsg. gemeinsam mit Yasemin Dayıoğlu-Yücel), München 2016.

In Vorbereitung: Monographie zu Geteilte Erfahrung Migration im deutsch-türkischen Film;Hg. zusammen mit Ersel Kayaoğlu: Lexikon zum deutsch-türkischen und türkischen Film.

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Turkish Political Culture and Its Ottoman Antecedents

Vortrag von Prof. em. Dr. Ahmet Evin (Istanbul) im Rahmen der Vortragsreihe „10 Jahre TürkeiEuropaZentrum Hamburg“

Termin: 07.11.2018, 18.00 Uhr c.t.
Ort: Hörsaal 221
(AAI, Edmund-Siemers-Allee 1, Ost)

Despite the high level of interest in modern Turkish politics, there have been very few studies of Turkey’s political culture. On this topic the contributions of only a handful of colleagues, notably those of Ilter Turan and Ersin Kalaycioglu, stand out.  The study of political culture was overshadowed by the overriding interest among political scientists in the Turkish state, its institutions, and the political system in line with the discipline’s focus on Turkey’s modernization.  In this context, students of Turkish politics owed a great deal to historians and sociologists in interpreting the transition from late Ottoman reformism to the establishment of the republic. Examinations of Turkey’s political culture have drawn special attention, among others, to two characteristics which I intend to address in my discussion of the topic. One is the Ottoman antecedents of Turkish political culture going back further than the nineteenth century when the Turkish homo politicus can be said to have arisen. More specifically, the question I shall attempt to address is whether there are indigenous characteristics of the Ottoman political community that have contributed to the shaping of modern Turkey’s political culture.

The second is the cultural cleavage that has been taken by social scientists as a key to understand some of the essential characteristics of Turkish politics (such as the recurring systemic failures due to fragmentation and polarization) ever since Şerif Mardin introduced the Shilsean concept of the “Center and Periphery”  into the field of Turkish studies. Today, the “Center and Periphery” theory seems to have lost its relevance not only for the study of Turkish society and politics but globally as well. There are facile explanations why that theory is no longer relevant in today’s relativist post-modern and even “post-truth” environment and why, for example, the locus of the center can no longer be defined clearly even in politically and economically developed societies. By the same token, can it be argued that the current ambiguity about the center and periphery, and how they might relate to one another, may well hold some clues with respect to the changes in political culture?

Referent: Ahmet O. Evin, founding dean of the Faculty of Arts and Social Sciences and Professor Emeritus at Sabanci University, serves as Senior Scholar and Board Member of Istanbul Policy Center. He is a Jean Monnet Professor ad personam of European Policy Studies and has been Anna Lindh-La Caixa Chair for Euro-Mediterranean Studies at Sabanci University.

He received his B.A. and Ph.D. degrees at Columbia University. He has been a senior fellow of the Transatlantic Academy (Washington, DC) and an Alexander Onassis Senior Fellow at Eliamep, Athens.

He has previously taught at Harvard, NYU, University of Pennsylvania (where he was director of the Middle East Center), the University of Hamburg and Bilkent University (where he headed the Political Science department).  

He has served as Director of Education of the Aga Khan Trust for Culture(Paris and Geneva), and Advisory Board member of the Aga Khan University,Faculty of Arts and Sciences – East Africa. He is also serving on the advisoryboard of the Institute of Advanced Studies – Köszeg, where he is also a seniorresearch fellow. His corporate management experience includes Philip MorrisInternational.
 
He has authored or edited over 12 volumes on politics, culture, and development,and currently serves on the editorial boards of five international journals.

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