Wahlkampf aus der Zelle

„Obwohl er seit Ende 2016 in Haft sitzt, tritt Kurdenführer Selahattin Demirtas bei der türkischen Präsidentenwahl an. Seine Partei HDP befürchtet Manipulationen.“, schreibt Michael Martens in der FAZ.NET.

 

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Lesung: Jörg Fausers Rohstoff (Hammadde)

Lesung mit Levent Konca, M.A. (Berlin)

im Rahmen der TEZ-Vortragsreihe „1968 und die wilden 1960er Jahre. Geschichte, Einfluss und Wirkung einer globalen Bewegung in der Türkei“

Termin: 20.06.2018, 18 Uhr c.t.
Ort: Rm 221, Asien-Afrika-Institut (Edmund-Siemers-Allee 1, Flügel Ost)

Jörg Fauser als Beobachter seines Lebens und seiner Zeit: Junkie in Istanbul, 1968 Kommunarde in Berlin, Hausbesetzer in Frankfurt. Das autobiographische Zeugnis, in dessen Mittelpunkt Fausers Alter ego Harry Gelb steht, ist drastische Lebensbeschreibung, rasantes Zeitdokument der sechziger und siebziger Jahre – und die Geschichte von einem, der auszog, um Schriftsteller zu werden.

Levent Konca
Geboren 1980, studierte Konca nach seinem Abitur an der Istanbul Lisesi Politikwissenschaften und Soziologie an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg. Seine Beiträge wurden in verschiedenen Zeitschriften und Zeitungen veröffentlicht. Zu seinen Übersetzungsarbeiten zählen u. a. Werke von Ulrike Meinhof, Elias Canetti, George Orwell und Ulrich Peltzer. Konca lebt in Berlin.

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Der Verfall der Lira vermiest selbst Erdogan-Anhängern die Laune

„Nicht nur die grossen, auch die kleinen türkischen Unternehmen ächzen unter dem Absturz der Landeswährung. Das könnte für den türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan gefährlich werden.“, schreibt Inga Rogg aus Istanbul für NZZ.

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Interview mit Dr. Marlene Schäfers (TEZ Fellow 2018/19)

Kannst du dich kurz vorstellen?

Ich heiße Marlene Schäfers und komme von der Universität Ghent in Belgien, wo ich zur Zeit als Marie-Curie Research Fellow in der Forschungsgruppe Naher Osten und Nordafrika arbeite. Mein akademischer Hintergrund liegt in der Geschichte – ich habe einen Master in türkischer und osmanischer Geschichte – wobei ich dann in der Sozialanthropologie promoviert habe. Thematisch beschäftigt sich meine Forschung mit dem Einfluss staatlicher Gewalt auf persönliche und intime Lebenssphären, politische Aspekten von Erinnern und Geschichte, und den Schnittstellen zwischen Affekt, Emotion und Politik.

Das gesamte Interview finden Sie unter: https://www.aai.uni-hamburg.de/tuerkeieuropa/publikationen.html (TEZ-Interviews)

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Der alltägliche Ausnahmezustand: Wissenschaft und Feminismus in der Türkei zwischen Repression, Solidarität und Widerstand

Wissenschaftler innen in der Türkei und im deutschen Exil

28.05.2018 um 18:30 Uhr im Hauptgebäude der Universität Hamburg, Edmund-Siemers-Allee 1, Magdalene-Schoch-Hörsaal (ESA J)

Ein gespräch zwischen

Prof. Dr. Esra Erdem (Alice Salomon Hochschule Berlin, Ansprechpartnerin für Scholars at Risk)

Dr. Nazan Üstündağ (Stipendiatin der Academy in Exile, Mitgründerin des Friedensrates in der Türkei, der Frauen für den Frieden und der Akademiker für Frieden)

Siri Keil (Moderatorin)

Die Studierendeninitiative Solidayan stellt ihre Kampagne für inhaftierte Studierende in der Türkei vor.

Feministische Bewegungen in der Türkei

22.06.2018 um 18:30 Uhr im Hauptgebäude (Westflügel) der Universität Hamburg, Edmund-Siemers-Allee 1, Hörsaal ESA W 221

Ein gespräch zwischen

Aslı Polatdemir (Doktorandin, Mitarbeiterin im Forschungsprojekt „Frauenbewegungen im innertürkischen Vergleich“ (2014-2017))

Nalan Sipar (Journalistin und Moderatorin)

 

Weitere Informationen: Flyer-Wissenschaft und Feminismus in der Türkei

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Rockin’ Anatolia – Türkische Popmusik der 1960er und 1970er zwischen radikaler Kreativität und extremer Politisierung

Vortrag von Dr. Christoph Ramm (Bern)

im Rahmen der TEZ-Vortragsreihe „1968 und die wilden 1960er Jahre. Geschichte, Einfluss und Wirkung einer globalen Bewegung in der Türkei“

Termin: 06.06.2018, 18 Uhr c.t.
Ort: Rm 221, Asien-Afrika-Institut (Edmund-Siemers-Allee 1, Flügel Ost)

Parallel zur globalen Entwicklung der Popmusik erlebte auch der türkische Pop in 1960er Jahren seine erste große Blütezeit. Zum ersten Mal wurden in der Türkei weltweite kulturelle Trends der populären Musik zeitgleich nachvollzogen. Single-Schallplatten und Musikwettbewerbe verbreiteten Musikstile wie Rock’n’Roll, Beat, Garage Rock, später Psychedelic Rock und Progressive Rock auch in der anatolischen Provinz. Junge türkische Bands beschränkten sich nicht darauf, Hits der westlichen Pop- und Rockmusik zu covern. Stattdessen machten sie sich westliche Stilrichtungen kreativ zu eigen und mixten sie mit türkischen Folksongs zu einem eigenen innovativen Stil  – Anadolu Pop.

Die zunehmende Politisierung der türkischen Gesellschaft nach 1968 wirkte sich auch auf die Popmusik aus. In den 1970ern trat die radikale Kreativität des Anadolu Pop mehr und mehr in den Hintergrund zugunsten politisierter Folkmusik. Die Hinwendung zum türkü war dabei Ausdruck eines Strebens nach Authentizität und Volksnähe, die mitunter nationalistische Ausprägungen annehmen konnte.

Referent: Christoph Ramm ist Wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Universität Bern, wo er seit 2012 am Institut für Islamwissenschaft und Neuere Orientalische Philologie arbeitet. Von 2009 bis 2011 war er Geschäftsführer des TürkeiEuropaZentrums Hamburg. Sein Forschungsschwerpunkt ist die Geschichte der Türkei im 20. und 21. Jahrhundert mit einem Fokus auf Nationalismus, Identitäten, Migration und Popkultur.

Publikationen (Auswahl): “Between Radical Innovation, Political Protest and Nostalgic Nationalism – Turkish Pop Music in the 1960s/1970s”, in: Berna Pekesen (ed.): Turkey in Turmoil: Social Change and Political Radicalization during the 1960s and 1970s, Leiden (in Vorbereitung); “The Muslim-Makers: How Germany ‘Islamizes’ Turkish Immigrants“, in Jasmin Mahadevan /Claude-Hélène Mayer (eds): Muslim Minorities, Workplace Diversity and Reflexive HRM, London/New York, 2017, 47-58; “Beyond ‘Black Turks’ and ‘White Turks’ – The Turkish Elites’ Ongoing Mission to Civilize a Colourful Society”, Asiatische Studien – Études Asiatiques 70, no. 4, 2016, 1355–1385.

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Das gespaltene Gedächtnis der 1968er Frauen in der Türkei

Vortrag von Jun.-Prof. Dr. Berna Pekesen (Universität Duisburg-Essen)

im Rahmen der TEZ-Vortragsreihe „1968 und die wilden 1960er Jahre. Geschichte, Einfluss und Wirkung einer globalen Bewegung in der Türkei“

Termin: 16.05.2018, 18 Uhr c.t.
Ort: Rm 221, Asien-Afrika-Institut (Edmund-Siemers-Allee 1, Flügel Ost)

„Wenn von 1968 die Rede ist, denkt man meistens an Männer. Frauen sind weniger populär. Als hätte es sie nie gegeben“ schrieb die 68-er Veteranin Nadire Mater im Vorwort ihrer Interviewsammlung über die türkischen 1968-er. In der Tat sind die Meistererzählungen über die Geschichte der 1960er Jahre allesamt von männlicher Hand geschrieben. Warum halten sich weibliche Zeitzeugen, die in diesen Jahren erstmals in der Türkei kollektiv und als eine sichtbare politische Kraft den Aktionsraum der Straßenpolitik betraten, zurück? Hatten Frauen nichts zu erzählen? Oder, was erzählen sie, wenn sie erzählen? Der Vortrag befragt die überlieferten Erinnerungen der türkischen 68-er Frauen nach ihren Wahrnehmungs- und Erfahrungsmustern und versucht folgende Fragen auszuleuchten: Gibt es ein kollektives Gedächtnis der 68-er Frauen? Was sind die vorherrschenden Topoi in den Frauen-Narrativen, die von dem dominanten 68-er Diskurs abweichen?

Referentin: Berna Pekesen ist seit 2017 Juniorprofessorin für die „Geschichte der Modernen Türkei“ an der Universität Duisburg-Essen. Zwischen 2012 und 2016 führte sie am Institut für Turkologie des Asien-Afrika-Instituts in Hamburg ein DFG-Projekt zum Thema „Linker Autoritarismus in der Türkei, 1960-1990“ durch. Ihre Forschungsschwerpunkte liegen im Bereich der Sozial-, Kultur- und Gesellschaftsgeschichte der Türkei im ausgehenden 19. und 20. Jahrhundert.

Publikationen (Auswahl): Nationalismus, Türkisierung und das Ende der jüdischen Gemeinden in Thrakien, München 2012; Zwischen Sympathie und Eigennutz. NS-Propaganda und die türkische Presse im Zweiten Weltkrieg, Münster/Berlin 2014; „Vergangenheit als Populärkultur – Das Osmanenreich im türkischen Fernsehen“, in: Zeithistorische Forschungen 12:1 (2015), 140-151; (Hrsg.), Turkey in Turmoil: Social Change and Political Radicalization during the 1960s/1970s (in Vorbereitung).

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